PGA Championship – Umfangreiche Vorschau auf das kommende Turnier

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Nach der Open Championship ist vor der PGA Championship. Nach dem Triumph Jordan Spieths in Royal Birkdale wandert die Aufmerksamkeit der Golfwelt nun wieder in die Vereinigten Staaten, wo in Charlotte, North Carolina, die 99. Edition des letzten Majors des Jahres 2017 ausgespielt wird.

Der Kurs im Quail Hollow Club

 

Quelle: Twitter

 

Vom 10. bis 13. August bietet der Quail Hollow Club in Charlotte die Bühne für das vierte und damit letzte Major-Turnier des Jahres. Es handelt sich um einen 7.600-Yard-Kurs (ca. 6,9 km), der als Par-71 daherkommt. James J. Harris gründete den Club am 13. April 1959, der einen Golfkurs im Design von George Cobb beinhaltet. Im Mai 2003 kehrte die PGA Tour erstmals an den Ort zurück und spielte seitdem jährlich seine Wachovia, Quail Hollow, bzw. Wells Fargo Championship aus. Das Turnier macht in diesem Jahr eine Pause, da der Platz für eben jenes kommende Major genutzt wird.

156 Spieler kämpfen bei der PGA Championship im Jahr 2017 um Preisgelder in Höhe von 10,5 Millionen Dollar. Davon erhält der Gewinner letztlich exakt 1,89 Millionen Dollar. Nach einigen Modifikationen und Neuerungen besteht der derzeitige Kurs seit 2003 in seiner heutigen Form. Durch die speziellen Anforderungen in der Region Piedmont bieten sich rund um den Kurs Herausforderungen für die Athleten.

Titelverteidiger, Open Champion & Co.

Das Spielerfeld wird, wie bei einem Major nicht anders zu erwarten, hochklassig sein. Unter den Athleten befinden sich unter anderem diverse ehemalige PGA Championship-Sieger, so auch Titelverteidiger Jimmy Walker, der 2016 mit 14 unter Par die Krone mit nach Hause nahm. Mit einer Quote von 67.00 ist Walker diesmal allerdings nicht zum Favoritenkreis zu zählen (Stand 26. Juli). Auch Martin Kaymer qualifizierte sich als 2010-er Sieger recht einfach für das Turnier. Der in einer leichten Krise befindliche Deutsche triumphierte vor sieben Jahren in Whistling Straits, wird aber mit dem Ausgang in Quail Hollow wenig zu tun haben. Immerhin war Kaymer zuletzt wieder recht ordentlich unterwegs und holte bei US Open und der Open Championship geteilte 30-er Plätze.

Ganz oben in der Liste finden sich stattdessen die üblichen Verdächtigen. Rory McIlroy kommt als zweifacher PGA Championship-Sieger angereist und ist somit nur schwer als Favorit abzutun. Der Nordire gewann das Turnier 2012 und abermals 2014. Seit diesem Sieg vor drei Jahren wartet er jedoch auf einen Major-Titel. Nach einigen mittelmäßigen Turnieren und dem verpassten Cut bei den US Open fand McIlroy zuletzt aber wieder in die Spur und konnte in Royal Birkdale den vierten Platz belegen. Fast als Lokalmatador tritt Dustin Johnson an, der wieder als Favorit gewertet wird, in letzter Zeit jedoch arge Probleme erlebte. Der 33-jährige aus South Carolina wurde bei den Open nur 54., verpasste zuvor gar zweimal den Cut. Seine stärkeren Turniere kamen eher zu Beginn des Jahres zustande, als er gleich drei Turniere in Folge siegreich gestalten konnte. Diese Triumphe bei den Genesis Open, der Mexico Championship und beim Dell Technologies Match Play sorgten jedoch für ein Karrierehoch an PGA-Tour-Siegen in einer Saison, weshalb nach wie vor mit Johnson zu rechnen ist.

Als vermeintlich größter Siegfavorit kommt Jordan Spieth zur PGA Championship. Mit zwei Siegen in den letzten beiden Turnieren in der Hinterhand hat der mit 23 Jahren noch sehr junge US-Amerikaner beste Karten, diese Serie auch in North Carolina auszubauen. Sowohl bei der Travellers Championship im Juni als auch bei der Open Championship im Juli feierte Spieth Siege mit einem Endresultat von -12. Ersteres Turnier konnte er sogar mit einem finalen Vorsprung von vier Schlägen für sich entscheiden. Der Australier Jason Day kann diese Form nicht vorweisen. Als bestes Resultat steht ein zweiter Platz beim AT&T Byron Nelson. Trotz allem kann man den PGA Championship-Sieger von 2015 getrost zu den Mitfavoriten zählen, alleine schon ob seiner Historie, welche ihn auch an die Spitze der Weltrangliste führte.

Der Ausblick auf das Turnier

Ob der Sieger am Ende Jordan Spieth, Rory McIlroy, Jason Day oder ganz anders heißt, ist eines gesichert. Alle Major-Turniere in diesem Jahr überzeugten bislang mit spannenden und engen Entscheidungen. Auch im Quail Hollow Club ist ähnliches zu erwarten, wenn am Sonntag, den 13. August, um circa 19 Uhr Ortszeit der neue Sieger der PGA Championship feststeht. Im Falle eines Gleichstands an der Spitze nach allen gespielten 72 Löchern wird ein Play-Off an den Löchern 16, 17 und 18 über den Gewinner entscheiden. Sollte dies die Probleme immer noch nicht auflösen, wird Loch um Loch gespielt, bis ein Sieger feststeht.

Jan Schulze-Siebert
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Jan Schulze-Siebert

Gründer bei GOLFCLUB SZENE
Jan spielt seit über 8 Jahren Golf und hat derzeit Handicap 19. Sein Lieblingsschläger ist das Eisen 8. Besonders gefällt ihm der Golf Sport als Ausgleich zum beruflichen Alltag.
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